Trauermantel Nymphalis antiopa (Linnaeus, 1758)

Mit seinem deutlich sichtbaren gelben Flügelsaum ist der große Falter nicht zu verwechseln. Nach der Überwinterung verblasst die zitronengelbe Färbung und wird gelbweißlich.

In Schleswig-Holstein nur sporadisch als Wanderfalter vorkommend. Die umherziehenden Falter können überall beobachtet werden. Zuletzt wurde 2021 zahlreiche Trauermäntel bei uns beobachtet. Es gibt aber auch Jahre, wo keine Falter gesehen werden.

Die gesellig lebenden Raupen sind an windgeschützt und luftfeucht stehenden Weidenarten und Birken zu finden, wie z.B. Hänge-Birke (Betula pendula), Moor-Birke (Betula pubescens), Sal-Weide (Salix caprea) oder Ohr-Weide (Salix aurita). Der überwinternde Falter erscheint witterungsabhängig von Anfang März bis Anfang April und fliegt bis in den Mai. Die Folgegeneration ist von Ende Juli bis in den Oktober zu beobachten.

Der Trauermantel kommt nicht in allen Bereichen Norddeutschlands bodenständig vor. Er ist vor allem in Mecklenburg-Vorpommern und im östlichen Niedersachsen mit mehr kontinentalem Klima beheimatet und fehlt den stark atlantisch geprägten Bereichen. Trotzdem kann er in guten Flugjahren überall angetroffen werden, da er dann Wanderungen auch in die nicht ständig besiedelten Bereiche unternimmt. Aus solchen Jahren liegen oft zahlreiche Beobachtungen vor, wobei der Falter meist nur einzeln angetroffen wird. Zu seinen Lebensräumen zählen Wälder, insbesondere Waldränder, Waldwege und Lichtungen, aber auch lichte Birkenwälder und -alleen auf Sand. Einst galt er als Charakterfalter der Lüneburger Heide. Die Falter besuchen keine Blüten, sondern nutzen feuchte Wegstellen, Baumsäfte oder reifes Obst zur Nahrungs- und Mineralienaufnahme. 

Der Trauermantel ist in Schleswig-Holstein nicht bodenständig und deshalb auch nicht gefährdet.

Trauermantel
Nymphalis antiopa
© Hans Riefenstahl
Körperlänge18 mm
Vorderflügellänge 22 mm
Länge Larven3cm
Exemplare in S-H250.000
Alter MAX3 Wochen
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